Gutes Klima für Baunatal – Grün wählen
Wir wollen ein Baunatal, das ökologisch verantwortungsvoll handelt, sozial gerecht gestaltet ist und wirtschaftlich solide bleibt. Unsere Politik orientiert sich an klaren Werten: Nachhaltigkeit, Transparenz, Zukunftsorientierung und ein respektvoller Umgang miteinander. Die folgenden fünf Themenschwerpunkte bilden die Grundlage unserer Arbeit.
Präambel – Unser Politikstil
Wir engagieren uns für eine Politik der Menschlichkeit, Ehrlichkeit und Transparenz. Für uns ist Politik kein Machtkampf, sondern gemeinsames Gestalten: solidarisch, kompromissbereit, faktenbasiert und getragen von moralischer Klarheit. Wir wünschen uns eine Debattenkultur, die auf Respekt, Zuhören und Sachlichkeit basiert. Diskurs ist ein Wesenskern der Demokratie – aber er muss konstruktiv, solidarisch und lösungsorientiert geführt werden.
Offenheit, Umgänglichkeit und Humor gehören für uns ebenso dazu wie eine klare Haltung gegen Ausgrenzung, Hass und Hetze. Unsere Leitsterne sind die Liebe zum Leben in all seinen Formen, Antifaschismus und Pazifismus. Wir benennen Missstände, klären auf und kämpfen für eine gerechtere Welt – ohne Zynismus, ohne taktisches Kalkül, sondern mit moralischer Konsequenz und Herz.
Ehrliche, bescheidene und menschennahe Politik ist kein Ideal – sie ist die Grundlage einer lebendigen, solidarischen Demokratie. Für diese Art Politik stehen wir in Baunatal ein.
1. Klima & Umwelt – unsere Lebensgrundlage schützen
Der Klimawandel ist längst auch bei uns spürbar: längere Trockenperioden, Starkregen, Hitzeinseln und schwindende Biodiversität. Baunatal braucht eine aktive, wissenschaftsbasierte Klimaanpassung und konsequenten Umwelt- und Naturschutz, um diesen Herausforderungen begegnen zu können. Wir setzen uns dafür ein, natürliche Ressourcen zu erhalten und das ökologische Gleichgewicht unserer Landschaft zu stärken.
Wir verfolgen eine nachhaltige Baum- und Grünflächenstrategie. Dazu gehören ein nachhaltiger Umgang mit Bestandsbäumen, transparente Entscheidungen bei Fällungen sowie konsequente Neuanpflanzungen auf städtischen und privaten Flächen. Entsiegelung, Begrünung und der Erhalt wichtiger Frischluftkorridore verbessern das Mikroklima, fördern Artenvielfalt und senken das Überflutungsrisiko.
Auch die Pflege unserer Wiesen und öffentlichen Grünflächen ist uns wichtig. Wo möglich, sollen Mähintervalle angepasst und ökologische Standards gestärkt werden, sodass Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere erhalten bleiben.
Wasser ist eine zentrale Ressource. Wir setzen uns für verantwortungsvolle Bewirtschaftung, den Schutz vor Hochwasser und Starkregen sowie für Lösungen ein, die langfristig unsere Grundwasservorräte sichern. Naturnahe Maßnahmen wie Versickerungsflächen, Entsiegelung oder Rückhalt von Regenwasser unterstützen ein widerstandsfähiges, grünes und lebendiges Baunatal.
Unsere Landschaft ist wertvoll, und wir treten dafür ein, sie zu schützen, zu pflegen und für zukünftige Generationen zu bewahren.
Wir setzen uns ein für:
-eine nachhaltige Baum-, Grünflächen- und Entsiegelungsstrategie
-Schutz älterer Bäume durch eine Baumschutzsatzung
-konsequente Neuanpflanzungen auf städtischen und privaten Flächen, Erhalt und Ausbau von Streuobstwiesen
-konsequente Entsiegelung und Begrünung
-den Erhalt von Frischluftkorridoren
-ökologische Pflege von Wiesen und öffentlichen Grünflächen
-angepasste Mähintervalle für mehr Artenvielfalt
-verantwortungsvolle Wasserbewirtschaftung, Erhalt der Heilquellen- und Wasserschutzgebiete
-Erstellung eines Hitze- und Starkregenschutzplans unter Beteiligung der Bevölkerung
-Kühlungs- und Wasserspender im Baunataler Stadtzentrum
-naturnahe Maßnahmen wie Versickerungsflächen oder Regenwasserrückhalt
2. Mobilität – sicher, fair und zukunftsorientiert unterwegs
Ein modernes Baunatal braucht eine Mobilitätspolitik, die Sicherheit, Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit verbindet. Wir setzen uns für ein Verkehrssystem ein, das allen Menschen gerecht wird – unabhängig davon, ob sie zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind.
Ein zentraler Schwerpunkt ist die Verkehrssicherheit. Gefährliche Kreuzungen und unklare Verkehrsführungen müssen entschärft werden. Wir möchten sichere Schulwege, bessere Querungsmöglichkeiten und klare Prioritäten dort, wo besonders viele Menschen unterwegs sind und insbesondere für Kinder, Senior:innen und Menschen mit Einschränkungen.
Der Radverkehr soll durch durchgängige, sichere und alltagstaugliche Verbindungen gestärkt werden. Lücken im Netz müssen geschlossen, Gefahrenstellen beseitigt und Abstellmöglichkeiten ausgeweitet werden (sowohl im innerstädtischen Verkehr wie der Friedrich-Ebert-Allee, als auch auf Radfernwegen wie dem R1). Ziel ist eine Infrastruktur, die zum Umsteigen einlädt, statt zu riskanten Situationen führt.
Auch Fußgänger:innen stehen im Fokus. Barrierefreie Wege, ausreichend breite Gehsteige und gut sichtbare Übergänge machen Baunatal lebenswerter und sicherer.
Wir treten dafür ein, dass Baunatal inklusiver, sicherer und zukunftsfähiger wird - damit alle Menschen gut und sicher ans Ziel kommen.
Wir setzen uns ein für:
-mehr Verkehrssicherheit an Kreuzungen und gefährlichen Stellen
-sichere Schulwege und bessere Querungen
-den Ausbau eines lückenlosen, sicheren Radwegenetzes in allen Stadtteilen und Radschnellverbindungen für Pendler:innen
-sichere und überdachte Fahrradabstellanlagen im Innenstadtbereich sowie vor städtischen Gebäuden wie Kitas und Dorfgemeinschaftshäusern
-Fahrradfreundliche Ampelschaltungen
-Konsequente Ausweisung und Beschilderung vorhandener Radwege
-Fortführung und Verbesserung der Fahrradstraße
-einen verlässlichen, gut angebundenen öffentlichen Nahverkehr
3. Soziales Netz & starke Gemeinschaft – ein Ort an dem wir füreinander da sind
Ein starkes Baunatal zeichnet sich durch Zusammenhalt aus. Wir möchten ein Umfeld schaffen, in dem Familien, Kinder, Jugendliche, Senior:innen gleichermaßen gut leben können. Dazu gehört ein soziales Netz, das trägt und stärkt.
Für Kinder und Jugendliche setzen wir auf eine starke Kinder- und Jugendarbeit. Wir setzen auf ausreichend, einkommenssensible und zu Fuß erreichbare Krippen- und Kita-Plätze sowie auf die Sanierung und Modernisierung der Gebäude und Außenanlagen. Fachkräfte benötigen kontinuierliche Fortbildung und Entlastung. Räume für Jugendliche, vernetzte Zusammenarbeit zwischen Jugendarbeit und Schulen sowie die Förderung der seelischen und psychischen Gesundheit junger Menschen sind uns wichtig.
Wir unterstützen Angebote für Senior:innen, fördern Mehrgenerationenwohnen und stärken ehrenamtliche Strukturen und Nachbarschaftshilfe. Der Seniorenarbeitskreis sowie der Behinderten- und Inklusionsbeirat sollen weiter gestärkt werden.
Baunatal lebt von der Vielfalt seiner Menschen – sie macht unsere Stadt lebendig, interessant und stark. Wir Grüne bekennen uns klar zu einer offenen, diversen und diskriminierungsfreien Gesellschaft, in der alle Menschen sicher, respektiert und selbstbestimmt leben und lieben können.
Wir setzen uns für eine verantwortungsvolle Sozialpolitik ein, die Angebote vor Ort verbessert und Einrichtungen unterstützt, die wichtige Arbeit für die Gemeinschaft leisten.
Wir fordern:
-Mehrgenerationenwohnen unterstützen (z.B. bei der Grundstücksfindung, etc.)
-Beibehalten des aktuellen Stands an Angeboten und Leistungen für die ältere Generation und dort, wo nötig, diese weiterzuentwickeln
-Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliche Senior:innenarbeit fördern
-Ehrenamtliche Betätigungsmöglichkeiten und Begegnungsräume für Senior:innen fördern
-Seniorenarbeitskreis weiter stärken
-Mehr Barrierefreiheit auf allen Ebenen
-(öffentliche) Räume für Jugendliche zum konfliktfreien „Abhängen“ etablieren
-Kein Abbau der Bildungskette, Maßnahmen zur Förderung seelischer und psychischer Gesundheit besonders beachten.
-Vielfalt der Kinder- und Jugendarbeit fördern: mehr Akteure integrieren, breitere Themen/Aktivitätsfelder einbeziehen
-Erreichbare und einkommenssensible, diversitätssensible (auch in Bezug auf Sprache, Herkunft, seelische Beeinträchtigung, etc.) Kindertagespflegeeinrichtungen
-Kontinuierliche Fortbildung und Entlastung der Fachkräfte sicherstellen
-Zusammenarbeit der Jugendarbeit/des Jugendzentrums mit den Baunataler Schulen fördern
-Krippen- und Kitagebäude: Sanierungsstau angehen bzgl. energetischer und lärmschutztechnischer Sanierung, kindgerechte und anregende Gestaltung der Außenanlagen
4. Wohnraum, Energie und Wärmeplanung - lebenswert wohnen
Bezahlbarer, klimafreundlicher Wohnraum und eine zukunftsfähige Energie- und Wärmeversorgung sind eng miteinander verknüpft. Wir setzen auf Sanierung vor Flächenfraß: Bestehende Gebäude sollen energetisch ertüchtigt und sozial verträglich nachverdichtet werden. Sozial gebundener Wohnraum ist zu fördern, ebenso transparente, verbindliche Bürgerbeteiligung bei Planungsverfahren. Prestigeprojekte haben gegenüber der Sicherung bezahlbaren Wohnraums keinen Vorrang.
Bei Energie und Klimaschutz wollen wir das kommunale Potenzial für erneuerbare Energien konsequent nutzen: Photovoltaik auf öffentlichen Dächern, Parkflächen und Gewerbegebäuden, Solarthermie, Bürgerenergieprojekte sowie eine naturverträgliche Prüfung von Windkraftflächen mit regionaler Beteiligung.
Wir wollen das Smart-City-Projekt konsequent für mehr Energieeffizienz in der Stadt nutzen: Durch intelligente Steuerung, Echtzeitdaten und präzise Auswertung senken wir den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden spürbar. Ein digitales Monitoring macht Einsparungen transparent und dient als Vorbild für Bürger:innen, Unternehmen und Nachbarkommunen.
Die Wärmewende soll sozial verträglich und gemeinschaftlich gestaltet werden: Quartierslösungen mit Nahwärmenetzen, Solarthermie und Wärmepumpenverbünden bieten Versorgungssicherheit und lokale Wertschöpfung. Alternativen zur bestehenden Fernwärmeversorgung (z. B. der Versorgung durch VW) sind zu prüfen, basierend auf erneuerbaren Energien und mit klarer Information und sozialer Abfederung für die Betroffenen. Ziel ist eine planbare, transparente Wärmeplanung, die bezahlbare und unabhängige Versorgung für alle ermöglicht.
Wir gestalten Baunatal gemeinsam: mit verbindlicher Bürgerbeteiligung, transparenter Planung und nachhaltigen Entscheidungen statt kurzfristiger Prestigeprojekte.
Wir setzen uns ein für:
-Vorrang für Sanierung und Nachverdichtung statt neuer Bauflächen
-Förderung sozial gebundener, bezahlbarer Wohnräume
-Sinnvolle Siedlungsentwicklung mit Bürgerbeteiligung
-Energetische Sanierungen im Bestand, Vorbildfunktion städtischer Gebäude
-Ausbau von Photovoltaik (öffentliche Dächer, Parkplätze, Gewerbe)
-Prüfung naturverträglicher Windkraftflächen mit Anwohnerbeteiligung
-Intelligentes Energiemanagement und digitale Monitoring-Systeme in städtischen Gebäuden
-Förderung klimafreundlicher Quartierslösungen: Nahwärme, Solarthermie, Wärmepumpenverbünde
-Prüfung von Alternativen zur bestehenden Fernwärmeversorgung von VW um bereit zu sein, wenn wir bereit sein müssen
5. Wirtschaft & Haushalt – nachhaltig, solide, lokal
Eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik ist die Basis für eine handlungsfähiges Baunatal. Wir stehen für eine nachhaltige, vorausschauende Finanzplanung, die Zukunftsinvestitionen ermöglicht, ohne kommende Generationen zu belasten. Wichtig ist uns dabei: An den falschen Stellen darf nicht gespart werden – besonders nicht bei Klimaschutz, Bildung und Infrastruktur.
Wir möchten lokale Unternehmen stärken, die sich engagieren, Verantwortung übernehmen und Teil unserer regionalen Wertschöpfung sind. Energieeffizienz, Klimaschutzmaßnahmen und innovative Ansätze sollen unterstützt werden, damit Betriebe zukunftsfähig bleiben und Arbeitsplätze gesichert werden.
Regionale Wirtschaftskreisläufe sind ein Gewinn für Umwelt und Gemeinschaft. Deshalb setzen wir uns dafür ein, lokale Strukturen zu fördern, Kooperationen zu erleichtern und nachhaltiges Wirtschaften attraktiv zu machen.
Unser Ziel ist ein Haushalt, der Stabilität gibt, Zukunft ermöglicht und die Entwicklung unserer Gemeinde langfristig sichert.
Wir setzen uns ein für:
-nachhaltige, vorausschauende Haushaltsführung
-stabile Finanzen ohne Kürzungen bei Zukunftsinvestitionen
-die Unterstützung lokaler Unternehmen bei Energieeffizienz und Klimaschutz
-die Förderung regionaler Wertschöpfung
-Priorisierung notwendiger Investitionen statt teurer Prestigevorhaben
-transparente Haushaltsplanung mit echter Bürger:innenbeteiligung
-Nutzung aller Förderprogramme von Bund, Land und EU, Ausbau der Fördermittelbeantragung
-Einsparungen durch Digitalisierung, Energieeffizienz und kluge Sanierungen